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Der Strompreis sinkt

Stadtwerke Merane geben Wegfall der EEG-Umlage an ihre Kunden weiter

Zum 1. Juli wird die EEG-Umlage, auch Ökostrom-Umlage genannt, abgeschafft. Das wurde vom Gesetzgeber so beschlossen – und die Stadtwerke Meerane geben die sich daraus ergebende Entlastung von 4,43 Cent pro Kilowattstunde (brutto) selbstverständlich direkt an die Kunden weiter.

Ziel der EEG-Umlagen-Senkung ist es, so die Bundesregierung, Stromkunden bei den Energiekosten spürbar zu entlasten. Tatsächlich hat die öffentliche Hand sehr großen Einfluss auf die Endkundenpreise von Strom und Gas. Beim Haushaltskundenstrom machten Steuern, Abgaben und Umlagen 2021 durchschnittlich 40 Prozent des Strompreises aus. Die Stadtwerke Meerane begrüßen daher den Wegfall der EEG-Umlage in der zweiten Jahreshälfte 2022. So kann zumindest ein Teil der massiv gestiegenen Beschaffungskosten für Energie  aufgefangen werden.

Die Stadtwerke Meerane senken den Stromarbeitspreis um 4,43 Cent pro Kilowattstunde zum 1. Juli 2022 automatisch, ohne dass Kunden dafür selbst aktiv werden müssen. Damit die Preisveränderung stichtagsgenau bei der Abrechnung berücksichtigt werden kann, wird der Verbrauch zum 1. Juli automatisch von den Stadtwerken abgegrenzt. Eine Zählerstandsmeldung durch die Kunden ist nicht erforderlich.

Preissteigerungen ab 2023 erwartet

Ab Januar 2023 rücken Preissenkungen dann aber in weite Ferne. Die weltweiten Energiemärkte, die nur noch steigende Preise in bisher nicht gekannten Größenordnungen kennen, wirken sich auch auf den Einkauf der Stadtwerke aus. Seit Juli vergangenen Jahres bis heute ist der Preis pro Megawattstunde Strom von etwa 60 Euro auf 220 Euro gestiegen. "Die entstehenden Mehrkosten werden wir an unsere Kunden weitergeben müssen", sagt Uwe Nötzold, Geschäftsführer der Stadtwerke Meerane. "Natürlich werden wir weiterhin fair kalkulieren und alles dafür tun, um im Vergleich weiterhin moderate Preise anbieten zu können", ist sich Uwe Nötzold sicher.

Beim Gas sieht es kaum anders aus. Mussten im Einkauf im Oktober 2021 noch etwa 30 Euro pro Megawattstunde gezahlt werden, sind es heute bereits um die 90 Euro. Auch hier wird eine Preiserhöhung ab 2023 unvermeidbar sein. Da die Beschaffungsperioden aber noch nicht abgeschlossen sind, können noch keine verlässlichen Aussagen zum Umfang der notwendigen Preissteigerungen gemacht werden.

Ein Ende der steigenden Preise ist laut Nötzold nicht in Sicht. "Die Preise werden in absehbarer Zeit nicht mehr nachhaltig sinken", ist sich der Geschäftsführer sicher und er ergänzt: "Es ist in Zukunft deshalb für uns alle notwendig, verantwortungsbewusst mit  wertvollen Energieressourcen umzugehen und Energiesparmaßnahmen in allen Lebensbereichen konsequent umzusetzen."

 

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