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Startschuss für neue Solarparks in Meerane

Unterwegs im Solarpark: v.l.n.r. Jörg Schmeißer, Bürgermeister Stadt Meerane, Uwe Nötzold, Geschäftsführer der Stadtwerke Meerane GmbH, Prof. Dr. Lothar Ungerer, Altbürgermeister Stadt Meerane

Etwas über ein Jahr nachdem der Aufsichtsrat der Stadtwerke Meerane GmbH den Beschluss für den Bau und den Betrieb von zwei Solarparks gefasst hat, ist ein weiterer Baustein zur Energiewende fertig. Auf einer Fläche von insgesamt 6,2 Hektar sind an der Seiferitzer Allee sowie am Wichernweg zwei Freiflächen-Photovoltaikanlagen entstanden. Zur offiziellen Einweihung kamen nun alle Projektbeteiligten am Ort des Geschehens zusammen.

"Der Ausbau der Photovoltaik ist längst von der Kür zur Pflicht geworden. Wir stellen uns mit den Solarparks der Verantwortung für die Region", erklärt Uwe Nötzold, Geschäftsführer der Stadtwerke Meerane in seiner Eingangsrede. Er erklärt weiter: "Mit den beiden Anlagen werden bis zu 5,7 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugt. Diese Menge verbrauchen rein rechnerisch 2.280 Haushalte im Jahr." Um die konventionelle Stromerzeugung weiter zurückfahren zu können, reicht allerdings der reine Ausbau erneuerbarer Energien nicht aus. "Es muss künftig verstärkt in Speichertechnologie investiert werden. Nur so können jahreszeitliche Schwankungen ausgeglichen und Versorgungssicherheit gewährleistet werden", so Nötzold. Der ehemalige Bürgermeister Lothar Ungerer verweist in seiner Rede auf das langjährige Engagement der Stadtwerke Meerane für mehr Nachhaltigkeit. "Die Stadtwerke werden auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende in Meerane leisten", ist sich Ungerer sicher.

Bürgermeister Jörg Schmeißer betont die Bedeutung der Solarparks für Meerane:" „Die beiden Solarparks zeigen wieder einmal, wie wichtig es ist, auch als Kleinstadt mutig neue Ideen zu denken und Vorhaben umzusetzen, deren Erfolg sich vielleicht erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten messen lässt. Die Stadt Meerane hat diesen Mut. Ich wünsche den Stadtwerken in den nächsten Jahrzehnten viele Sonnenstunden und denke, darüber würden sich auch viele Meeraner Bürger und Unternehmen freuen."

Standort und Ausrichtung sind ideal

Die beiden Areale, die größtenteils von der Stadt Meerane gepachtet wurden, sind für die Anlagen besonders geeignet. Hier konnten die beiden Solaranlagen nach Osten und Westen ausgerichtet werden. Somit kann bei guten Bedingungen während des gesamten Tages Strom erzeugt werden. Das wirkt sich günstig auf den Eigenverbrauch vor Ort aus. Denn für den erzeugten Strom erhalten die Stadtwerke keine EEG-Vergütung. Vielmehr wird der gesamte Strom in Meerane verbraucht. Die Transportwege der grünen Energie sind damit kurz, was zusätzlich eine jährliche Einsparung von etwa 4.000 Tonnen CO2 bedeutet.

Verbindung von Klima- und Naturschutz

"Mit unseren beiden Solarparks wollen wir auch zeigen, wie Natur- und Klimaschutz beim Ausbau erneuerbarer Energien in Einklang gebracht werden können", informiert Patrick Kühni, ab Januar 2023 alleiniger Geschäftsführer der Stadtwerke Meerane. In beiden Parks werden dazu im kommenden Jahr circa 7.000 m2 Blühstreifen angelegt, der Brutvögeln Insekten und Schmetterlingen Nahrung und Schutz bietet. Die Umzäunung der Anlagen reicht nicht bis auf den Boden, so dass auch Kleintiere den Park passieren können. Geplant ist außerdem die Ansiedlung von zwei Bienenvölkern.

Anteil von Solarstrom steigt weiter

Mit den neuen Solarparks der Stadtwerke erhöht sich die Anzahl der großen Freiflächenanlagen in Meerane auf fünf. Daneben steigt die Zahl der Solaranlagen auf Meeranes Dächern seit Jahren kontinuierlich. Insgesamt werden so aktuell bis zu 11 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr in das Meeraner Stromnetz gespeist, Tendenz weiter steigend. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von circa 4.400 Haushalten.

Steckbrief: Daten und Fakten der Solarparks

  • Lage: Seiferitzer Allee (hinter Gelände Hundesportverein) und Wichernweg (Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei)
  • Fläche: 5 Hektar (Seiferitzer Allee), 1,2 Hektar (Wichernweg)
  • Anzahl Module: 14.200 mit einer maximalen Nennleistung von je 445 Watt Peak
  • Spitzenleistung: 6,3 Megawatt Peak
  • Erzeugte Menge: circa 5,7 Gigawattstunden pro Jahr
  • Co2-Einsparung: circa 4.000 Tonnen pro Jahr
  • Ausrichtung der Anlagen: Ost/ West
  • Investitionskosten: 3,6 Millionen Euro
  • Fördermittel: keine
  • Laufzeit der Anlagen: mindestens 30 Jahre

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