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Strampeln für die Steile Wand

26. November 2018

248 Meter lang, fast 13 Prozent steil und kein Platz zum Schwung holen: Meeraner und Radfahrer wissen sofort, wovon die Rede ist. Die Steile Wand lebt.

Sportler auf Rennrädern quälen sich regelmäßig über die unebenen grauen Pflastersteine. Sichtlich angestrengt treten die Radler in die Pedale, bis die Beine brennen. Ihre Herausforderung: die Steile Wand in Meerane. Mit ihrem starken Anstieg in städtischer Kulisse ist sie einWahrzeichen der Stadt Meerane und zum
Mythos im Radsport geworden. Dabei hieß die Straße mit Kopfsteinpflaster, gesäumt mit bunten Häuserfronten, bis 1952 ganz einfach nur Bergstraße. Erst als sich ein Reporter bei der traditionellen Friedensfahrt über den plötzlichen Anstieg mitten in der Stadt erstaunt zeigte, war der Name Steile Wand geboren.

Bis Heute: Mythos im Radsport

Nach dem Ende der legendären internationalen Friedensfahrten im Jahr 2006, verlor die Steile Wand nicht an Bedeutung – dank dem Einsatz des Teams Steile Wand. Der Zusammenschluss aus Hobby-Radsportlern aus Meerane und Umgebung hat sich der historischen Steigung verpflichtet: „Wir wollen dem Radsport in der Region eine Plattform bieten und für unsere Stadt werben. Umso mehr freuen wir uns über die Unterstützung der Stadtwerke Meerane“, erklärt Dirk Dießel vom Projektteam. Mittlerweile gelangen auch die exklusiven Steile-Wand-Team-Trikots weit über die Stadtgrenzen hinaus. Bei Rennen im In- und Ausland trifft man heute immer wieder Starter im schwarz-rot-weißen Dress. Wer außerdem bei der „Thüringen Rundfahrt“ die Bergwertung an der Steilen Wand für sich entscheiden kann, bekommt ein Team-Trikot überreicht – als Anerkennung, aber auch als Erinnerung an diese besondere Strecke.

Stadtwerke und das Team: Gemeinsam für die Tradition

Die Stadtwerke Meerane schätzen den Einsatz des Teams sehr und sponsern die Arbeit und Aktionen der Sportler deshalb seit 2015. Das ist für die Meeraner auch erlebbar – zum Beispiel durch die Gedenktafel am Fuße der Steilen Wand oder die Uhrensäule am Bahnhof. Aktuell ist die Zusammenarbeit bei der neuen Kampagne der Stadtwerke Meerane sichtbar: Nicht nur die Sportler vom Team Steile Wand fahren mit der Energie der Stadtwerke – auch ein Bus mit einem Steile-Wand-Motiv rollt durch Meeranes Straßen. Damit signalisieren die Stadtwerke ihre Zugehörigkeit zur Region: „Als Energieversorger vor Ort liegt uns die Förderung von Sport und Kultur am Herzen. Das Team Steile Wand vereint beides“, sagt Uwe Nötzold, Geschäftsführer der Stadtwerke
Meerane.

Schon gewusst? 5500 Kilometer pro Jahr fährt jedes Mitglied des Teams Steile Wand durchschnittlich Fahrrad.

 

Tipps für Hobbyfahrer


Nicht nur für Profis,
sondern auch für Hobby-Radler lohnt es sich, beim Training ein paar Dinge zu beachten. Die wichtigsten Tricks von Dirk Dießel, Team Steile Wand.

Richtig sitzen auf dem Rad
Achten Sie beim Kauf eines Fahrrads auf die richtige Rahmengröße. Räder werden oft zu groß gekauft. Lassen Sie Ihre Sitzposition am besten vom Fachmann prüfen und einstellen. Schmerzen in Schulter, Knie, Rücken oder den Handgelenken deuten auf eine falsche Sitzposition hin.

Vernünftig trainieren
Viele Hobby-Rennradfahrer trainieren zu intensiv und überfordern damit ihren Körper gleich zu Beginn. Fahren Sie nicht nach Geschwindigkeit, sondern zunächst nach Puls (ca. 130 bis 140 Schläge/Minute) und Trittfrequenz (95 Umdrehungen/Minute). Der Trainingszustand verbessert sich so automatisch. Erst wenn eine gewisse Grundform erreicht ist, sollte man die Belastung erhöhen. Dann sollte man dranbleiben: Fahren Sie regelmäßig ein bis zwei Stunden, denn schon nach drei Tagen ohne Training baut die Muskulatur wieder ab.

In der kalten Jahreszeit radeln
Versuchen Sie auch im Herbst und Winter regelmäßig zu fahren. So bleibt Ihr Trainingszustand länger erhalten und der Einstieg im Frühjahr fällt nicht so schwer. Mit der richtigen Kleidung ist das kein Problem.

Sie möchten mit dem Team Steile Wand zusammen radfahren?

Melden Sie sich einfach beim Team – auf der Website finden Sie alle Kontaktdaten, Infos zu Ausfahrten und regelmäßigen Trainings.

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